Sterkrade-Nord ist nicht zu stoppen

Freitag, 22. Februar 2019

Am 5. Spieltag standen wir erneut vor einer interessanten Herausforderung. Es hat sich inzwischen so entwickelt, dass wir als Tabellenführer irgendwie immer gegen den Tabellenzweiten antreten. Erst in der 4. Runde gegen SWOB, jetzt in der 5. Runde gegen Buer und beim nächsten Mal gegen den neuen Tabellenzweiten Hervest Dorsten.

Bisher zeigt die Mannschaft keine Nerven. Mit dem Atem der Verfolger im Nacken kämpft sich das Team von Erfolg zu Erfolg. Es war allerdings wieder ein hartes Stück Arbeit. Obwohl der Sieg nie gefährdet war, konnte man nach zwei Stunden noch nicht absehen, wie klar auch diesmal das Ergebnis ausfallen würde. Doch der Reihe nach …

Nach den Absagen von Adam und Ulrich waren wir froh, dass Sharlena und Stefan an den Brettern 7 und 8 einsprangen. Dass wir mit Stefan Koch einen ehemaligen Zweitliga-Spieler überzeugen konnten, für Sterkrade-Nord auf Punktejagd zu gehen, freut uns natürlich ganz besonders.

An diesem Tag traf unser nominell stärkster Spieler allerdings auf einen fast 1000 DWZ-Punkte leichteren Ersatzgegner und war damit quasi zum Siegen verurteilt.

Um 14.30 Uhr landeten wir den ersten Treffer: Reinhards Gegner an Brett 2 war nicht erschienen. Damit ging Nord kampflos in Führung. Reinhard blieb bis zum Ende, um uns moralisch zu unterstützen, obwohl es bei diesem tollen Wetter bestimmt schönere Alternativen gegeben hätte. Dankeschön Reinhard!

Früh zeichnete sich dann auch ab, dass Frank Altenburg am 6 Brett seine 100%-Quote verteidigen würde. So ging es auch in Ordnung, dass Michael an Brett 3 dem Remisangebot des Gegners zustimmte. Frank beendete kurze Zeit später seine Partie. Somit lagen wir 2,5:0,5 in Führung.

An Brett 1 hatte ich inzwischen eine gute Stellung und einen gesunden Mehrbauern. An allen anderen Brettern war zu diesem Zeitpunkt nicht viel los. Weder für die Gegner, noch für uns gab es klare Gewinnstellungen. Vor allem spielte der Gegner von Stefan an 8 Brett vielleicht die Partie seines Lebens. Er hielt den Ausgang der Partie sehr lange offen, bis dann letztendlich im Endspiel Stefan seine Klasse aufblitzen ließ und zum 3,5:0,5 verwandelte. Kurze Zeit später einigte sich Mark Schocke an Brett 4 mit seinem Gegner auf ein Remis. Jetzt stand es 4:1.

Markus, unser Brett 5 (bis dahin ebenfalls 100%), steckte eigentlich in einem Remis-Endspiel. Er entschied sich dafür, noch ein paar Züge zumachen und dann mal Remis anzubieten. Doch dazu kam es nicht mehr, da der Gegner auf einmal patzte. Diese Chance ließ sich Markus nicht nehmen und verwandelte zum sicheren 5:1.

Bei Sharlena, muss ich gestehen, war ich mir lange Zeit nicht sicher, ob sie überhaupt gut stand. Aber sie hat mir gezeigt, dass ich anscheinend nicht viel Ahnung vom Schach habe, und fuhr zu fortgeschrittener Stunde einen sicheren Sieg ein (6:1).

Nun spielte nur noch ich ich selbst an Brett 1. Inzwischen hatten wir ein Endspiel Springer gegen Springer sowie 4 gegen 3 Bauern am Damenflügel. Lange Zeit war ich davon überzeugt, mit dem Mehrbauern auch gewinnen zu können, aber letztendlich musste ich doch ins Remis einwilligen. So kam es zum hart erarbeiteten, aber niemals gefährdeten 6,5:1,5-Erfolg.

Unser nächstes Spiel ist am 17.03.2019 um 14.00 Uhr. Wir spielen zu Hause und hoffen auf eine Vielzahl von Zuschauern, die uns zum Sieg peitschen. Ihr seid alle herzlich eingeladen! Denn dieser Kampf verspricht Spannung pur. Es spielen die beiden mit Abstand stärksten Mannschaften der Liga gegeneinander. Sollte es uns gelingen, dieses vorgezogene Finale siegreich zu beenden, könnten wir an diesem Tag bereits den Aufstieg feiern.

Bericht: Christian Hibbeln