Sterkrade-Nord gewinnt wichtiges Stadtderby

Montag, 7. Januar 2019

Am 4. Spieltag der Bezirksklasse hieß es Tabellenführer gegen Verfolger: Sterkrade-Nord gegen Schwarz-Weiß Oberhausen. Die Nordler gingen als Favorit in dieses Spiel, doch erst einmal sah es so aus, als ob es eine Überraschung geben könnte.

Das frühe Remis von Reinhard Gebauer an Brett 2 und die überraschende Niederlage von Christian Hibbeln an Brett 1 brachten Schwarz-Weiß mit 1,5:0,5 in Führung. Daher schöpften die Gäste kurz Hoffnung, vielleicht doch den Tabellenführer stürzen zu können.

Aber Sharlena Brock zeigte nach ihrem fünfmonatigem Aufenthalt in Singapur, dass sie das Schachspielen nicht verlernt hat. An Brett 8 ließ sie ihren Gegner zunächst angreifen. Als der Angriff pariert war, setzte sie zum Gegenschlag an und holte den vollen Punkt. Michael Schmidt bewies an Brett 3 erneut seine Klasse. Zwar wehrte sich sein Gegner nach dem Verlust einer Qualität noch eine Weile, musste dann  aber doch die Waffen strecken. Sterkrade übernahm die Führung.

Altmeister Frank Altenburg an Brett 6 spielte wie immer eine solide Partie. Er wartete auf den Fehler des Gegners und verwandelte dann sicher zum Sieg (Mr. 100%). Jetzt willigte Adam Walker an Brett 7 ins Remis ein. Damit stand es 4:2, und es war klar: Nord bleibt Tabellenführer.

An Brett 4 fand Mark Schocke in unklarer Stellung lange Zeit kein schlüssiges Konzept. In der mitunter wild geführten Partie profitierte er schließlich davon, dass sein Gegner zunächst einen klaren Figurengewinn ausließ und dann selbst eine Qualität abgab. Die Partie endete letztlich durch einen weiteren Patzer: anstatt die Qualität zurückzugewinnen und in ein womöglich ausgeglichenes Endspiel abzuwickeln, stellte Schockes Gegner einen Turm ein und gab auf.

Markus Labuda an Brett 5 ließ nichts anbrennen. Nach mehreren Bauernverlusten verging seinem Gegner die Lust, die Partie noch weiterzuspielen. Mit drei Punkten aus drei Spielen gehört auch Markus zu den Topscorern der Mannschaft.

Am Ende war unser 6:2-Sieg mit Sicherheit nicht unverdient, aber es war wieder ein hartes Stück Arbeit! Im Februar wartet auf uns der neue Tabellenzweite: die Schachfreunde aus Buer. Mit Sicherheit eine sehr schwere Aufgabe. Doch ich hoffe, dass unsere tolle Mannschaft auch diese Hürde nimmt und weiter in Richtung Meisterschaft marschiert.

Bericht: Christian Hibbeln

Foto: Ulrich Broens

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