Sieg im Lokalderby

Sonntag, 17. November 2019

Von Marco Schwinning

Mit einem klaren Sieg gegen den OSV 1887 untermauerte die 3. Mannschaft von Sterkrade-Nord ihre Aufstiegsambitionen. Der vierte Erfolg in Serie ließ keine Zweifel daran aufkommen, dass das Team um Mannschaftsführer Mark Schocke (Foto) zu Recht seit dem 1. Spieltag die Tabelle der Kreisliga anführt.

Fast ist es zur Gewohnheit geworden, dass die erst 14-jährige Swantje Minneken den Punktereigen eröffnet. Nach lediglich einer halben Stunde Spielzeit hatte sie die Stellung ihres Gegners trotz kleiner Ungenauigkeiten gründlich zerlegt und nahm dessen Glückwünsche entgegen. Mit vier Punkten aus vier Spielen führt Swantje weiterhin die Topscorerliste der Liga an.

Nur dreißig Minuten später erhöhte Peter Segat an Brett 8 auf 2:0. Sein noch junger Gegner wehrte sich tapfer, konnte letztlich aber kein Mittel gegen Peters druckvolles Figurenspiel finden. Ähnlich waren die Rollen an Brett 3 verteilt. Ulrich Broens schockte seinen jugendlichen Gegner mit einem Läuferopfer auf h2. Damit brach er die gegnerische Königsstellung auf und zwang seinen Kontrahenten zu äußert umsichtigen Verteidigungszügen – welche dieser nicht immer fand. Ein gegnerischer Fehlgriff im entscheidenden Moment ermöglichte Ulrich das schnelle Schachmatt zum 3:0.

Die klare Führung schien das Spiel an den verbliebenen Brettern zu beschleunigen. Hartmut Geisel, der zunächst eher verhalten agiert hatte, konnte von einer Fehlkalkulation seines noch unerfahrenen Gegenspielers profitieren, erhöhte sofort den Druck und kurz darauf den Zwischenstand auf 4:0. Sharlena Brock hatte an Brett 2 eine härtere Nuss zu knacken. Lange Zeit bot ihr das Top-Talent des OSV keine Angriffsfläche, kam zwischenzeitlich sogar etwas besser ins Spiel – und übersah dann im Übereifer eine taktische Wendung, welche zu einem Bauernverlust und deutlich schlechterer Stellung führte. Sharlena ließ sich nicht lange bitten, ergriff die Gelegenheit und führte die Partie nun präzise und zielstrebig zum Sieg inklusive der uneinholbaren 5:0-Führung.

Währenddessen sah sich Manfred Langer an Brett 4 dem grundsoliden Spiel eines weiteren OSV-Jugendspielers gegenüber. Und auch hier läutete ein Bauernverlust den Anfang vom Ende ein. Schlagartig entfaltete Manfreds Läuferpaar seine volle Wucht, und im Zusammenspiel mit der Dame und einer nicht ganz optimalen Verteidigung des Gegners setzte Manfred den schwarzen König schachmatt. Beim Stand von 6:0 einigte sich Herbert Bobovnik, der zuvor eine Qualität erobert hatte, mit seinem Gegner auf Remis.

Nun wurde bloß noch am 1. Brett gekämpft. In einer über weite Strecken sehr engen Partie musste sich Mannschaftsführer Mark Schocke der nominellen Übermacht eines um 400 DWZ-Punkte stärkeren Gegners erwehren, geriet dabei zunehmend in eine passive Verteidigungshaltung und sah schließlich keine Möglichkeit mehr, die zahlreichen Drohungen abzuwehren.

Mit 6,5:1,5 ist der Sieg gegen den Lokalrivalen OSV1887 deutlicher als erwartet ausgefallen. Dies ist zum Teil der Unerfahrenheit der noch jungen OSV-Spieler zuzuschreiben – verdient ist der Erfolg allemal. Die Sterkrader wirkten wie ein eingespieltes Team und überzeugten – ohne herausragende Einzelergebnisse – durch eine geschlossene Mannschaftsleistung.

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