Remis im letzten Spiel sichert den Klassenerhalt

Montag, 5. März 2018

In der Schlussrunde der Bezirksliga sicherte sich die erste Mannschaft von Sterkrade-Nord mit einem Unentschieden gegen Bottrop 3 den Verbleib in der Klasse. Nach großen Schwierigkeiten zu Beginn der Saison und einem katastrophalen Start mit gerade einmal einem mageren Pünktchen aus den ersten vier Spielen waren die Weichen im Grunde schon auf Abstieg gestellt. Doch mit einer deutlichen Leistungssteigerung machte die Mannschaft das Unmögliche wahr, kämpfte sich vom letzten Tabellenplatz wieder nach oben und ließ am Ende zwei nominell stärkere Mannschaften hinter sich.

Beim gestrigen Kampf in Bottrop genügten zwei Siege bei zwei Niederlagen und vier Unentschieden zum Endstand von 4:4. Marco Schwinning an Brett 1 und Hartmut Geisel an Brett 4 profitierten dabei von Fehlern bzw. Ungenauigkeiten ihrer Gegner und fuhren so recht leichte Siege ein. Umgekehrt ließen Friedhelm Fischer und Ersatzspieler Daniel Klingels an den Brettern 6 und 8 schon früh Federn und schließlich Punkte. An den restlichen Brettern ging es keineswegs friedlicher zu. An 7 führte Peter Segat eine schöne, solide Partie gegen einen sehr erfahrenen Spieler - ein hochverdientes Remis. An Brett 5 spielte Herbert Bobovnik sich mit der gewohnten Risikofreude beinahe um Kopf und Kragen, geriet materiell klar in Rückstand, zwang seinen Gegner aber in ein unabwendbares Dauerschach. Mark Schocke an Brett 2 konnte im Mittelspiel einigen Druck aufbauen, aber nicht verhindern, dass die vom Gegner eingefädelte Abwicklung ins Endspiel den Biss aus der Partie nahm. Im resultierenden Turmendspiel bot Schocke bei leichtem Vorteil seinem Gegner Remis an, in welches dieser gerne einwilligte. Bis zuletzt kämpfte Manfred Langer, der durch etwas ungenaues Spiel mit einer Qualität in Rückstand geraten war, aber natürlich aufgrund seiner Spielerfahrung nicht so leicht kleinzukriegen ist. Dem Bottroper Spieler erschien es schließlich zu mühselig, seinen Vorteil langwierig zu einem durchaus ungewissen Sieg zu führen – man teilte sich den Punkt und entschied damit zugleich den Mannschaftskampf zu einem alles in allem leistungsgerechten Unentschieden.

Dieser positive Ausklang der Saison darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Mannschaft sich weiter verstärken muss, um konkurrenzfähig zu bleiben. Insgesamt ist der Spieler-Pool noch zu klein, die Mannschaft musste sich zu oft auf Ersatz aus dem Kreisliga-Team stützen, und die Leistungen schwankten insgesamt zu stark. Sehr erfreulich ist hingegen die Tatsache, dass wir zwei neue, unerfahrene Spieler, Peter Segat und Mark Schocke, gut in die Mannschaft integrieren konnten. Diesen Prozess wollen und müssen wir in der nächsten Saison fortführen. Mit Rückkehrer Ulrich Broens steht immerhin schon ein Neuzugang in den Startlöchern.

Zum Schluss noch ein Blick auf die Statistik. Kein Spieler konnte – ähnlich wie im Jahr zuvor – in dieser Saison mehr als 50% Punktausbeute erreichen, mit Ausnahme der zehnjährigen Annika Labuda, die bei ihren zwei Auftritten als Ersatzspielerin zwei wertvolle Punkte errang. Lediglich Manfred Langer, Mark Schocke und Marco Schwinning saßen in allen Bezirksliga-Spielen am Brett und erzielten zusammen fast die Hälfte der insgesamt 22 Brettpunkte. In Anbetracht der Leistungsdichte der anderen Mannschaften gerade in den vorderen Reihen ist das eine erstaunliche Leistung. Auch in diesem Jahr dürften wir die Mannschaft mit der größten Altersspanne gewesen sein: In mehreren Kämpfen saß unser 82-jähriger Nestor Herbert Bobovnik mit Zehnjährigen Seite an Seite - ein Sinnbild für das Miteinander der Generationen im Schachsport.