Nord 2 bezwingt den OSV im Kreisliga-Derby

Sonntag, 16. September 2018

Nach dem knappen Sieg in der ersten Kreisliga-Runde machte es die Zweitvertretung von Sterkrade-Nord auch im Heimspiel gegen die 5. Mannschaft des OSV 1887 spannend. Dabei ging zunächst alles ganz schnell. Es war gerade mal eine Stunde gespielt, da lag der Gastgeber bereits 3,5:1,5 in Führung – auch diesmal hatten unsere Nachwuchsspieler souverän gepunktet.

Joris Minneken und Annika Labuda überspielten ihre deutlich schwächeren Gegner, während Swantje Minneken sich mit ihrem erwachsenen Gegner in geschlossener Stellung auf Remis einigte. Leider spielte Peter Segat zu schnell und griff fehl, stand plötzlich mit einem Turm weniger in kaputter Stellung da und gab folgerichtig die Partie auf. Währenddessen war Herbert Bobovnik an Brett 4 in Ermangelung eines Gegners gar nicht zum Zuge gekommen. Sein kampfloser Sieg sicherte die klare Führung für Sterkrade-Nord.

Interessant wurde es dann an den vorderen drei Brettern. Hartmut Geisel erspielte sich zwar einen freien Randbauern, musste diesen aber auch fortwährend verteidigen, sodass sich im Grunde alle im Spiel verfügbaren Streitkräfte um diesen einen Bauern scharten. Als keine der beiden Seiten mehr Fortschritte machen konnte oder wollte, einigte man sich auf ein durchaus gerechtes Unentschieden, wodurch der Mannschaftskampf aus Sicht der Heimmannschaft nicht mehr zu verlieren war.

Gewonnen war er aber auch noch nicht. Manfred Langer hatte sich durch ungenaues Spiel in ein nachteiliges Turmendspiel hineinmanövriert. Er kämpfte noch eine Weile gegen die drohende Niederlage, doch sein mindestens ebenso erfahrener Gegner ließ sich den Vorteil nicht mehr nehmen und zwang Langer zur Aufgabe.

Nun hing die Entscheidung wieder mal am ersten Brett. Für Nervenkitzel sorgte Mannschaftskapitän Marco Schwinning vor allem durch sein fragwürdiges Zeitmanagement. Es gelang ihm, eine verwickelte Stellung herbeizuführen, die von taktischen Drohungen auf beiden Seiten geprägt war, dabei ließ er sich jedoch so viel Zeit, dass ihm für die letzten 15 Züge bis zur Zeitkontrolle lediglich 15 Minuten blieben – hochriskant in dieser komplizierten Partie. Doch je weniger Schwinning nachdachte, desto sicherer spielte er, ließ in der Kürze der Zeit eine Gewinnmöglichkeit aus, aber steuerte die Partie mit leichtem Vorteil in den sicheren Remishafen zum etwas glücklichen Endstand von 4,5:3,5.

Damit erobert Sterkrade-Nord 2 zunächst die Tabellenführung in der Kreisliga, allerdings steht am 30. September noch ein Nachholspiel zwischen Königsspringer Hassel 2 und SW Oberhausen 4 an. Doch mit vier Punkten aus den ersten zwei Runden können die Nordler ganz entspannt nach vorne blicken.