Klarer Sieg nach schwerem Kampf

Sonntag, 18. November 2018

Schwieriger als gedacht gestaltete sich für unsere erste Mannschaft die 3. Runde der Bezirksklasse gegen die Gäste vom Oberhausener Schachverein 1887. Zwar gewann man am Ende deutlich mit 5,5:2,5, aber eine wirkliche Überlegenheit war an diesem Tag nicht festzustellen.

Dabei gingen die Sterkrader früh in Führung. An Brett 8 traf Ersatzspieler Marco Schwinning auf den ebenfalls als Ersatz nominierten Jugendspieler Razvan Grumaz. Letzterer erwischte einen schlechten Tag, stellte schnell eine Figur ein und versäumte schließlich, eine zweizügige Mattdrohung zu parieren. 1:0 für Sterkrade nach weniger als einer Stunde.

Währenddessen zeichnete sich an den ersten drei Brettern eine gewisse Remistendenz ab. An Brett 3 belauerten sich Michael Schmidt und Dominik Pickardt in geschlossener Stellung. Reinhard Gebauer an Brett 2 wickelte mehr oder weniger freiwillig in ein ausgeglichenes Turmendspiel ab, spielte aber zunächst weiter. An Brett 1 konnte Christian Hibbeln trotz schöner Initiative auf der a-Linie letztlich keinen greifbaren Vorteil erlangen, gelangte ebenfalls in ein ausgeglichenes Turmendspiel und willigte nach gut zwei Stunden Spielzeit ins Remis ein. Nur wenige Minuten später wurde auch an den Brettern 2 und 3 die Friedenspfeife geraucht.

Fast unbemerkt, aber mit ruhiger Souveränität führte Frank Altenburg an Brett 5 seine Partie zum Sieg. Durch starken Druck seiner Schwerfiguren auf der c-Linie zwang er den Gegner in die Defensive. Altenburg nutzte jede Ungenauigkeit aus, tauschte mit Vorteil, zog seinen Freibauern zielstrebig bis zur gegnerischen Grundreihe vor und ließ sich zum verdienten Sieg gratulieren.

Der Zwischenstand von 3,5:1,5 für die Nordler sah komfortabel aus, doch Sorgen bereiteten die Partien von Mark Schocke (Brett 4) und Ulrich Broens (Brett 7). Beide ließen sich auf geschlossene Stellungen ein und gerieten durch unerwartete taktische Manöver ihrer Gegner in Bedrängnis. Bei Broens, der gegen Altmeister Gerd Arlt angetreten war, führte die undurchsichtige Stellung zunächst zu eklatanter Zeitnot und tatsächlich sogar zum Verlust der Partie durch Zeitüberschreitung – der Anschlusstreffer für den OSV.

An Brett 6 traf Adam Walker lange Zeit auf zähe Gegenwehr, ein Sieg schien keineswegs ausgemacht. Erst im Doppelturmendspiel bewies Walker seine Klasse, ergriff mit seinen aktiven Türmen die Initiative und vollstreckte zum vorentscheidenden 4,5:2,5.

Mark Schocke war es inzwischen gelungen, seine eher nachteilige Stellung zu entwirren und in ein offenes Turmendspiel abzuwickeln, wo er sich sichtlich wohler fühlte. Hier spielte sein Gegner Alfred Klesse zu passiv, ließ sich auf den Turmtausch ein, konnte jedoch gegen Schockes Freibauern nichts mehr ausrichten und gab nach gut vier Stunden Spielzeit auf.

Der Endstand von 5,5:2,5 gegen die 4. Mannschaft des OSV 1887 liest sich gut, täuscht aber ein wenig über das lange Zeit gleichwertige Spiel der Gäste hinweg. Immerhin baut Sterkrade-Nord durch den Sieg seine Tabellenführung in der Bezirksklasse aus, da der Hauptkonkurrent Hervest-Dorsten 2 überraschend gegen Bottrop 3 verlor und Verfolger Schwarz-Weiß Oberhausen 3 über ein Remis gegen Kirchhellen 3 nicht hinauskam.

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