Joris verteidigt Titel als Jugendvereinsmeister

Montag, 24. Juni 2019

In einem denkbar knappen Finale der Jugendvereinsmeisterschaft konnte sich Joris Minneken nach Blitzentscheid gegen seine Schwester Swantje durchsetzen und damit seinen Titel verteidigen.

Dabei hatte es lange Zeit nicht nach einem Sieg für den 11-jährigen Nachwuchsspieler ausgesehen. In der Hauptpartie konnte sich keiner der beiden Kontrahenten eine wirkliche Siegchance erarbeiten, sodass man sich nach zwei Stunden auf ein Remis einigte. In den folgenden Blitzentscheid ging Joris als Favorit, wurde jedoch gleich in der ersten Blitzpartie auf dem falschen Fuß erwischt und von Swantje überspielt. Die nächste Partie konnte schon die Entscheidung zugunsten der frisch gebackenen Vereinspokalsiegerin bringen, doch mit dem Rücken zur Wand kämpfte Joris sich durch einen klaren Sieg ins Match zurück.

Nun musste eine Armageddon-Partie für die Entscheidung sorgen. Joris bekam mit den weißen Steinen eine Minute mehr und musste gewinnen, während Swantje mit Schwarz ein Unentschieden für den Matchgewinn genügte. Mit höchster Konzentration lieferten sich beide ein packendes Duell. Joris vergab schon früh seinen Zeitvorteil, wogegen Swantje sich druckvoll eine klar bessere Stellung erspielte. Die Weichen schienen bereits gestellt, allerdings suchte Swantje in dieser Situation nach einem direkten Gewinnweg, verbrauchte zu viel Zeit und verlor den Faden, bis schließlich die Uhr das Ende des Kampfes signalisierte: eine etwas bittere Zeitniederlage für Swantje und einen glücklichen Titelgewinn für Joris. Auf dem geteilten 3. Platz landeten Annika Labuda und Niclas Kausch, die beide im Halbfinale ausgeschieden waren.

In dieser Saison wurde die JVM erstmals in zwei Phasen ausgetragen: mit einer 7-rundigen Qualifikation im Keizer System und einem anschließenden Finale der besten acht Spieler im K.O.-System. Das System hat sich bewährt und voraussichtlich auch in der kommenden Saison zur Anwendung komen.