Mit Spaß zum Erfolg

Nach einer anstrengenden Woche bei den Deutschen Jugend-Einzelmeisterschaften in Willingen konnten unsere Talente Ela Pröttel und Annika Labuda mit dem guten Gefühl nach Hause fahren, zu den besten deutschen Nachwuchsspielerinnen im Schach zu zählen. Zwar hat es für beide diesmal nicht zu einem der vorderen Plätze gereicht, aber sie konnten über weite Strecken auch mit den richtig starken Gegnerinnen mithalten.


Ela hat Grund zum Jubeln
Ela hat Grund zum Jubeln

Ela, die aufgrund ihrer zuletzt sprunghaft gestiegenen DWZ auf Rang 5 der Setzliste in der U12w geführt wurde, hatte während des gesamten Turniers allerdings mit großen Zeitproblemen zu kämpfen. Es wirkte beinahe so, als hätte sie prinzipiell mindest eine Stunde weniger Bedenkzeit als ihre Gegnerinnen bekommen. Das führte letztlich dazu, dass sie ihr wahres Können viel zu selten zeigte. Entscheidende Partiephasen, die oft genaue Überlegung erfordern, blitzte sie mit noch wenigen Sekunden auf der Uhr herunter – erstaunlich gut übrigens, aber nicht immer gut genug.



Annika am Brett
Annika hat die Gegnerin fest im Blick

Zeitnot zählt zum Glück nicht zu Annikas Problemen. Im Gegenteil, sie erfasst komplizierte Stellungen sicher und schnell und kann dann ihre taktische Stärke ausspielen – wenn sie es denn will. Leider neigte sie in ihren Partien oft zu einer eher geradlinigen Vereinfachung und Entschärfung der Stellung, wodurch eher positionelle Aspekte in den Vordergrund rückten, die sie wohl nicht immer korrekt einschätzte. Da hätte man sich bei ihr mehr Lust auf taktische Verwicklung gewünscht.


Unterm Strich bleibt aber festzuhalten, dass beide Mädchen bei der Deutschen Meisterschaft tolles Schach gezeigt haben. Ela landete am Ende auf Platz 19 von 40 Teilnehmerinnen in der U12w. Annika konnte sich mit Rang 17 gegenüber ihrem Setzlistenplatz in der U14w sogar noch leicht verbessern. Und ein wichtiger Erfolg ist natürlich, dass die beiden jungen Spielerinnen nach der viel zu langen Corona-Zwangspause überhaupt so einen Spaß am Schach hatten und sich der Herausforderung eines solchen Turniers stellen konnten.


Vielen Dank an Markus Labuda und Swen Pröttel für die Bereitstellung der Fotos.

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