Aufstieg mit 30 Jahren Verspätung


Von Christian Hibbeln


Wie heißt es so schön: Gut Ding will Weile haben - als Tabellenerster ist Sterkrade-Nord nun, nach einer langen Saison, mit 17:1 Punkten in die Verbandsklasse aufgestiegen.


Ein Rückblick: 1981, vor genau 40 Jahren, wurde die Schachabteilung Sterkrade-Nord gegründet. Bereits nach wenigen Jahren gab es eine junge, spielstarke Mannschaft, die sich bis Ende der 80er Jahre in die höchste Liga auf Bezirksebene hochgekämpft hat. Mehrfach (bis Mitte der 90er Jahre) hat diese Mannschaft um die oberen Plätze mitgespielt und häufig nur sehr knapp das Ziel verpasst: den Aufstieg in die Verbandsklasse. In dieser Mannschaft spielten u.a. Frank Altenburg, Michael Schmidt, Horst Broß und Ulrich Broens.


Nachdem mehrere Aufstiegsversuche gescheitert waren, haben sich die Spieler zum Teil anderen Vereinen angeschlossen, mit dem Wunsch, endlich auf Verbandsebene spielen zu können. Andere haben ganz mit dem Vereinsschach aufgehört. Die Folge war der allmähliche Niedergang des Vereins.


Beinahe 30 Jahre später wurde Frank Altenburg, Michael Schmidt, Horst Broß und Ulli Broens klar, dass da noch eine Sache zu Ende gebracht werden musste: Sterkrade sollte endlich in die Verbandsklasse. Die vier kehrten nach Hause zurück. Spätestens jetzt begann eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht – binnen weniger Jahre ist der Verein von 13 auf über 70 Mitglieder angewachsen.


Es ist vor allem den Alteingesessenen wie Manfred Langer, Herbert Bobovnik, Hartmut Geisel, Randolf Briese, Friedhelm Fischer, Frank Krabbe zu verdanken, dass es zu diesem Zeitpunkt den Verein überhaupt noch gab. In all diesen teilweise sehr schwierigen Jahren haben sie dem Verein die Treue gehalten. Ein Ausspruch von Herbert Bobovnik zeigt, welche Bedeutung der Verein hat: „Wenn ich am Sonntag nicht zum Mannschaftskampf komme, bin ich auf dem Friedhof!“


Natürlich wäre die jüngste Entwicklung nicht möglich gewesen, wenn sich in den letzten Jahren nicht auch andere Spieler dem Verein angeschlossen hätten:


Marco Schwinning, Mark Schocke, Markus Labuda, Reinhard Gebauer, Torsten Kohnert, Marcell Aulich, Swen Pröttel, Florian Stricker, Roland Drescher, Swantje Minneken, Annika Labuda, Joris Minneken, Heike Minneken, Sharlena Brock, Kurt Spoden, Rainer Bonatis, Günther Wachsmuth, Stefan Horn, Adam Walker, Dirk Wortmann, Markus Berendsen, Philipp Neugebauer, Markus Schwenke, Peter Segat, Stefan Koch, Stefan Ratzmann, Julian Tepper, Ela Pröttel, Niclas Kausch, Gina Emmerich, Jason Emmerich, Joud Altinawi, Bahardir Türkboylari, Geneviève Geschke, Étienne Geschke, Christian Hibbeln. Und eben unsere Rückkehrer: Frank Altenburg, Michael Schmidt, Horst Broß und Ulrich Broens.


Aufgeführt sind nur Spieler und Spielerinnen, die in den letzten zwei Jahren für Sterkrade-Nord zum Einsatz kamen. Hervorgehoben sind diejenigen, welche in dieser großartigen Aufstiegsmannschaft am Brett saßen. Ein großes DANKESCHÖN an alle, die damit zum Erfolg des Vereins beigetragen haben.


Wer denkt, hier endet die Geschichte, dem möchte ich sagen: Wir stehen erst am Anfang, und GEMEINSAM können wir noch ganz Großes schaffen. Ich freue mich auf die nächsten Jahre mit euch. Auch freue ich mich darüber, dass sich für die kommende Saison viele weitere Spieler und Spielerinnen unserem Verein anschließen bzw. teilweise bereits angeschlossen haben – nicht zuletzt Elisabeth Pähtz, die unangefochtene Nr. 1 der Frauen in Deutschland.


Liebe Grüße


Christian Hibbeln

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