Spvgg. Sterkrade- Nord will "direkt wieder aufsteigen"

Samstag, 7. September 2019

Nach dem Abstieg geht es für die Spvgg. Sterkrade-Nord nun in der Badminton-Regionalliga weiter. Der Wiederaufstieg ist das große Ziel.

 

„Ziel ist der Wiederaufstieg“, sagt Markus Hennes und bekommt zustimmendes Nicken von Aaron Sonnenschein und Niclas Kirchgeßner. Einzig Routinier Benjamin Tzschoppe guckt etwas geschockt darüber, wie deutlich die jungen Kollegen von der Spvgg. Sterkrade-Nord ihre Ambitionen in der anstehenden Saison in der Badminton-Regionalliga formulieren.

Als Vizemeister und Nachrücker waren sie vor einem Jahr in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Nach personellen Problemen und fünf Niederlagen zum Start war der Klassenerhalt schon früh in weite Ferne gerückt, nach einer starken Rückserie plötzlich wieder zum Greifen nah. Doch beim entscheidenden Duell in Berlin reichte es nicht und es ging wieder in die Regionalliga.

Talente wurden gehalten

Die beginnt für die Schmachtendorfer Samstag (18.30 Uhr) mit einem Gastspiel beim 1. CfB Köln. Mit den vier Herren reisen Marie Schweitzer und auch Leona Michalski, die trotz ihres Wohnortes Hamburg und der zahlreichen Anfragen, auch aus der 1. Liga, gehalten werden konnte. Das ist noch erstaunlicher als bereits bei den männlichen jungen Akteuren der Nordler.

„Sie waren in der 2. Liga im Schaufenster, erfolgreich und hatten jetzt sicherlich ganz andere Möglichkeiten. Aber wir haben viel geredet und freuen uns, sie zum Bleiben bewegt zu haben“, so Tzschoppe. Ein Grund dafür ist, dass Spiele in der Regionalliga verlegt werden können oder sogar müssen, wenn die U-Nationalspieler Michalski und Sonnenschein vom Verband nominiert werden. Sie werden in dieser Saison dadurch nicht so viele Ligaspiele verpassen, wie dies zuletzt der Fall war. Bei den Damen in der Hinterhand haben die Nordler wie zuletzt Jana Sommer aus der in die Verbandsliga abgestiegenen Reserve sowie erstmals die erst 14 Jahre alte Elina Sonnenschein, jüngere Schwester von Aaron. Auch sie soll ihre Einsätze bekommen.

„Die Liga ist ausgeglichen, einige Mannschaften möchten hoch, einfach wird das mit Sicherheit nicht“, warnt Tzschoppe. „Gleich das erste Spiel in Köln in deren kleiner Halle, da kann man auch stolpern. Den großen Favoriten sehe ich nicht – also auch nicht uns.“ Der Nord-Trainer stimmt aber zu, dass die Mannschaft in dieser Besetzung ohne die personellen Ausfälle in der vergangenen Saison wohl nicht abgestiegen wäre. „Wahrscheinlich nicht, die Rückrunde war gut. Aber Meister zu werden ist trotzdem schwieriger, als nicht abzusteigen.“

 

Es wird kein Selbstläufer

Auch Team-Manager Steffen Triebsees geht verhalten optimistisch in die Spielzeit: „Komplett haben wir sicherlich eine sehr starke Mannschaft, aber die Spiele werden keine Selbstläufer. Dafür sind einige Gegner auch in der Breite zu gut aufgestellt und gerade die zweiten Mannschaften, auch wenn sie nicht aufsteigen können, sind gefährlich.“

Aufpassen müssen die Nordler auch, dass sie nach elf gewonnenen Punkten nicht bereits den Satzgewinn bejubeln. Denn in der Regionalliga geht es bei der Zählweise wieder bis 21, dafür nur mit zwei Gewinnsätzen. Zudem gibt es wieder acht Duelle pro Partie, das dritte Herreneinzel stößt wieder dazu.

Das erste Heimspiel an der Oranienstraße steht Sonntag, 15. September (11 Uhr), gegen Phönix Hövelhof auf dem Programm.