Surfen im OSC

Die Surfabteilung beteiligt sich mit einer Mannschaft (max. 4 Pers.) an der Surf-Bundesliga auf Raceboards mit 9,5 m² großen Segeln.
Diese wird in drei Regionen (Nord-Ost / West / Süd) ausgetragen.

Die besten Mannschaften qualifizieren sich für das Bundesligafinale /  Deutsche Mannschafts-Meisterschaft (DMM).
Unser Trainingsrevier befindet sich zusammen mit der Surfabteilung des TVB´s auf dem See am Tendringsweg in Dinslaken/Hünxe

Die Termine für die Surfer finden sich in der Rubrik "TERMINE" wieder, Sie sind blau markiert.

 


Regattabericht von der Europameisterschaft:

Dirk Hoekzema (OSC) und Alex Maucher (RWSG Zülpich) sind Europameister!

Medemblik - da rechnet man mit ablandigem Westwind. Die Wellen sind dann nicht besonders hoch, weil die Regattabahnen unter Land liegen. Anders ist es bei Nordwind. Die Wellen kommen dann über die riesige Wasserfläche herangerollt und bauen sich zu der bekannten steilen Ijsselmeer-Welle auf. Am 19. September, dem ersten Wettfahrttag mit 4 Durchgängen blies Nordwind...mit 14 Kn durchschnittlich. Dazu Sonne bei 17 Grad Lufttemperatur - tolle Bedingungen. Auf der Kreuz knallten die hohlen TD 580 laut auf die Wellen. Es war entscheidend, das richtige Maß zwischen Höhe und Speed zu finden. Stephan Vandenberg lebt in der Nähe von Medemblik und predigt seit jeher, dass man das Höhelaufen am Ijsselmeer nicht übertreiben darf. Raumschots sind dann ganz andere Dinge gefragt. Mit zumindest teilweise weggeklapptem Schwert surfen die Boards die Wellen herab und nehmen dabei mächtig Fahrt auf. Das macht richtig Laune. Man muss sie möglichst lange in diesem Zustand halten, denn was danach folgt, entspricht einer Vollbremsung. Die Boards durchlaufen das Wellental und tauchen in die vorauslaufende Welle hinein. 4 Wettfahrten lang ging es also um diese Dinge. Am Wind waren die Tandemspezialisten gefragt. Der Speed entschied alles. Taktische Ausnutzung von Winddrehungen spielte keine Rolle, da der Wind kaum drehte. Man musste die Bahnmarken auf den riesigen Bahnen genau peilen. Unnötige Wenden durfte man sich nicht leisten, weil es sehr eng zuging. Die kräftigen Jungs kompensierten ihren Gewichtsnachteil mit großen Segeln. Raumschots war es dann von Vorteil, vorne ein Leichtgewicht zu haben. Das Board blieb dadurch länger im Surfzustand auf den Wellen. Fabian Grundmann, lebhaft in Kiel, aktuell Deutscher Meister auf dem Raceboard, war mit den beschriebenen Bedingungen von der Ostsee her vertraut. Er fand sich bei seiner ersten Tandemregatta mit der bekannten Bundesliga-Surferin Anna-Lena Otte als Vorschoter sehr schnell zurecht. Das Team begann mit zwei zweiten Plätzen und ließ zwei Laufsiege folgen. Am Abend des ersten Tages lagen somit zwei Teams punktgleich in Führung. Jeder zwei Siege und zwei zweite Plätze. Der zweite Tag brachte völlig andere Bedingungen. Jetzt blies ein Westwind mit ca. 14 kn. Die Wellen waren flach. Bas Brüll und Denis Bezemer nutzten die Gunst der Stunde und eröffneten auf ihrem belgischen Verdränger mit einem Laufsieg.

Die letzte Wettfahrt musste dann die Entscheidung bringen. Es war spannend bis zur letzten Runde. Diese Regatta war ein wenig anders als alles, was wir in den letzten Jahren erlebt haben. Sie war nicht so brutal wie das Rennen von 2012, aber sie verlangte viel Power und Ausdauer. Vor den beiden Damen in den Mixed-Teams muss man den Hut ziehen. Leider war Tanja Spradley nach gerade überstandener Grippe noch etwas überfordert, aber versucht hat sie als Vorschoterin von Philipp Oesterle einiges... Tolles Wetter, erstklassige Regattabahnen, eine routinierte Wettfahrtleitung (Manni Behrendt), eine tolle Bavaria-Yacht, günstig gemietet vom Segelclub Bayer-Uerdingen (SKBÜ), Onne Hoekzema, der mit einem schnellen Motorboot (kostenlos bereitgestellt ebenfalls vom SKBÜ) die riesigen Bojen legte sowie eine fleißige Waltraud Degenhardt, die uns die Yacht überführte und hunderte von Fotos schoss, machten Medemblik 2015 zu einem Top-Event. Schon bei der Siegerehrung hielt Waltaud für jeden Teilnehmer eine Bild-CD bereit! Bemerkenswert war auch, dass Claus Köhnlein aus Kiel, nachdem er selbst leider verhindert war, den Paderbornern zwei Lechner-Tandems (TD 580) bereitstellte. Dirk Hoekzema unterstützte Philpp Oesterle sehr tatkräftig dabei, diese Boards regattaklar zu machen. Ulli Krause und Helge Schmalgemeier erhielten ein Indupol-Tandem TD 580 von ihren Konkurrenten.... Bei den Tandems herrscht ein besonders kameradschaftliches Klima. Lustig geht es natürlich auch zu. Vor den Rennen war kein klarer Favorit auszumachen. Natürlich durfte man von Fabian Gundmann und Philipp Oesterle (Offizielle Deutsche Meister 2015 und 2013) Topleistungen erwarten. Auf Raceboards hätten sie alles in Grund und Boden gesegelt. Ein Tandem ist dann aber doch noch einmal etwas anderes...

Ergebnis: Gold: Dirk Hoekzema / Alex Maucher (Oberhausener SC / RWSG Zülpich)

Silber: Anna-Lena Otte / Fabian Grundmann (Paderborner Yachtclub)

Bronze: Bas Brüll /Denis Bezemer (Hilversum, Niederlande)

Bereicht: Alex Maucher