Tag 6 in Kranenburg: das große Finale

Samstag, 7. April 2018

Am sechsten und letzten Tag der Landesmeisterschaft in Kranenburg ging es für die Sterkrader nur noch darum, nach Möglichkeit ihre Platzierung zu verbessern. Eine direkte Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft war auch theoretisch nicht mehr möglich.

In der Offenen U20 hatte sich Joris viel vorgenommen. Zumindest ein Remis sollte es heute nicht werden. Tatsächlich fasste sich der Zehnjährige ein Herz und spielte seine Partie über die 20-Züge-Grenze hinaus weiter. Leider wickelte er in ein für ihn nachteiliges Bauernendspiel ab. Die aktivere Position des gegnerischen Königs und ein weiter vorgerückter Freibauer entschieden die Partie, und so landete Joris am Ende des Turniers mit 3 Punkten auf Rang 11.

Bei den Mädchen konnte Gina nicht mehr aktiv eingreifen. Da eine Spielerin zuvor aus dem Turnier ausgeschieden war, blieb Gina ohne Gegnerin und bekam kampflos einen Punkt zugesprochen. Dadurch landete sie mit 2 Punkten auf einem achtbaren 14. Platz.

In der U14w bekam Swantje eine vermeintlich leichte Gegnerin zugelost. Aus Erfahrung wissen wir allerdings, dass bei einer Landesmeisterschaft alles möglich ist – hier lauert so mancher Wolf im Schafspelz. Also ließ Swantje zunächst Vorsicht walten, bis sie feststellen konnte, dass ihre Sorge unbegründet war. Sie gewann die gegnerische Dame und kurz darauf auch die Partie. Am Ende landete Swantje mit 4 Punkten auf einem soliden 7. Platz und blieb damit im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Annika bekam in der U12w noch einmal eine schwierige Gegnerin vorgesetzt, ließ sich dadurch aber nicht beirren. Aus zahlreichen Figurenabtäuschen, die von ihrer Gegnerin initiiert wurden, ging Annika mit einem Mehrbauern und Stellungsvorteil hervor. Der Mehrbauer wurde sogar noch zu einem gedeckten Freibauern, sodass der Vorteil nun schon greifbar wurde. Allerdings befanden sich außer Bauern nur noch ungleichfarbige Läufer auf dem Brett – ein Indiz für ein keineswegs leichtes Endspiel mit einer starken Remistendenz. Da Annika leider keinen direkten Weg sah, den Sieg zu forcieren, schenkte sie ihrer Gegnerin das Remis und landete mit insgesamt 4 Punkten auf einem guten 5. Rang, der allerdings nicht ganz ihr spielerisches Potenzial spiegelt.

Nach einer anstrengenden Woche waren alle froh, die Heimreise antreten zu können. In den nächsten Wochen werden wir in Ruhe die Ergebnisse analysieren. Zeit für Erholung bleibt allerdings kaum, da demnächst viele Turnier-Termine anstehen.

Unser Glückwunsch geht an Larissa Barutta von SW Oberhausen, die sich im Oberhausener Fernduell der letzten U14w-Runde durchsetzen und für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren konnte.