Erfolgreich bei Jugend-DM

Montag, 12. Februar 2018

Bei den Deutschen Meisterschaften der Jugendlichen verpassen die Nord-Talente als erstjährige ihrer Altersklassen nur knapp die Top-Platzierungen. Es gab drei Medaillen.

Leona Michalski (15) und Niclas Kirchgeßner (17) starteten als jeweils erstjährige in den Altersklassen U17 bzw. U19. Nachdem beide schon vor zwei Wochen erstmalig bei der DM der Erwachsenen starteten und Erfahrungen sammeln konnten, stand nun die Meisterschaft der Jugendlichen an. Hier waren die Sterkrader jeweils in allen Disziplinen am Start.

Das Turnier in der Panndorfhalle in Gera begann bereits am Freitag mit den gemischten Doppeln. Michalski war mit Stammpartner Aaron Sonnenschein ( Wesel ) an 2 gesetzt, Kirchgeßner mit Paula Kick ( Refrath ) an 5. Michalski/Sonnenschein konnten sich nach Freilos in der ersten Runde mit zwei souveränen Zweisatzsiegen in’s Halbfinale spielen, wo mit den an 3 gesetzten Datko/Petrikowski ( Beuel/Hövelhof ) der erste echte Prüfstein wartete. Nach gewonnenem ersten Satz gelang es nicht, den Erfolg gegen aufdrehende Gegner zu konservieren und der zweite Durchgang musste klar abgegeben werden. Dann gelang Michalski/Sonnenschein im dritten Satz, wieder den Fokus zu finden und sich mit einem 21-14 im Entscheider den Finaleinzug zu sichern. Hier wartete für Sonntag die top gesetzte Paarung Kicklitz/Moszcinski aus Hamburg.

Kirchgeßner/Kick taten sich schwerer und mussten sich zunächst den Viertelfinaleinzug mit einem Dreisatzspiel über die überraschend stark aufspielende ungesetzte Paarung Mielke/Korsch ( Trittau ) erzwingen. Hier warteten mit den Refrathern Beckmann/Plützer nicht nur eine höher gesetzte Paarung, sondern auch die späteren Deutschen Meister. Der Sterkrader und seine Partnerin unterlagen in einem Dreisatzkrimi von 21-17 20-22 19-21 und mussten sich mit dem kleinen Trost aus dem Rennen um die Medaillen verabschieden, den späteren Siegern den einzigen Satz des Turniers gestohlen zu haben.

Am Samstag starteten dann auch die Doppel und Einzel. Solo wurde Kirchgeßner zunächst frappierend an das Mixed vom Vortag erinnert. Nach Dreisatzspiel, um das Viertelfinalticket zu lösen zu können, unterlag er dem top gesetzten Gegner und verpasste die Medaillenränge erneut. Im Doppel mit Lukas Resch ( Beuel ) gelang dem Nordler endlich der Sprung auf’s Podest. Erst im Halbfinale musste man sich den späteren Meistern Hammes/Klauer ( Fischbach/Beuel ) geschlagen geben.
Leona Michalski startete im Einzel ungesetzt, fand aber mit einem Zweisatzsieg im ersten Spiel gut in die Disziplin. Gegen Mareike Bittner ( Hofheim ) entwickelte sich dann ein Dreisatzkrimi, den die glänzend aufgelegte, ein Jahr ältere Gegnerin schlussendlich für sich entscheiden konnte.

Besser lief es im Doppel. Mit Sarah Bergedick ( Gladbeck ) startete die Sterkraderin von Setzplatz 2 in’s Feld. Dennoch entbrannte auch hier gleich im zweiten Spiel ein Drama über die volle Distanz, da man gegen Beecken/Zabinski ( Gifhorn/Trittau ) nach souveränem ersten Satz von 21-8 schleifen ließ und den Gegnerinnen Gelegenheit gab, sich fest zu beißen. Mit 23-25 erkämpften diese den Entscheider, den Michalski/Bergedick dann selbst knapp mit 21-18 erkämpfen mussten. Mit einem etwas deutlicheren Halbfinalsieg zog Michalski dann in ihr zweites Finale ein.

Zwei mal an zwei gesetzt, beide Male das Finale erreicht. Für die anstehende Kür warteten mit den jeweils top gesetzten Kuse/Petrikowski ( Jena/Hövelhof ) im Doppel und Kicklitz/Moszcinski ( Hamburg ) im Mixed dann aber auch die größtmöglichen Herausforderungen. Schade für die Sterkraderin: Der ganz große Wurf blieb ihr als Erstjährige verwehrt. Beide Male kratzte man in enorm knappen Partien am Titel, beide Male blieb das bessere Ende bei den Gegnern. 18-21 19-21 im Doppel und 20-22 21-18 15-21 standen letztendlich zu Buche.

Am Ende bleibt es für die Athleten der Spvgg. Sterkrade-Nord bei drei Medaillen, Bronze im Doppel U19 ( Kirchgeßner ), zwei Mal Silber in Doppel und gemischtem Doppel U17 ( Michalski ). Die Nordler können so als Erstjährige positiv auf sich aufmerksam machen. Man darf Gutes für die Zukunft hoffen.